Archiv für den Monat Oktober 2016

Ein Traum

Ich sehe in seine Augen.  Sie sind warm und sie lächeln mich an. Sie sind Braun und für viele Menschen, wären sie warscheinlich langweilig. Aber nicht für mich. Es sind seine Augen,  die tief in mich sehen und mein innerstes zum erschüttern bringen.  In mir ist nicht das Gefühl von Lust, was ich damals nur zu oft fühlte. Es ist kein Verlangen,  das ich etwas von ihm, in mir spüren will. Ich möchte loslassen. Mich komplett fallen lassen. Diese Spannung die ich fühle,  zerreist mich. Jeden Tag aufs neue.  Ich erlaube es mir nicht zu weinen. Obwohl ich weiß, das ich es brauche.  Aber ich Sammel den Druck um mir selbst zu beweisen wieviel ich aushalten kann, ehe ich platze, schätze ich..  

Er steht da und er sieht was mit mir los ist. Bestimmt sagt er mir wo ich hingehen soll. Ich knie vor ihm, er sitzt vor mir. Ich sehe auf den Boden, er sieht mich an.. Ich kann es spüren. Seine Blicke,  meine Gefühle.  Ich fühle mich unwohl dabei, so beobachtet zu werden.  Weiß nicht was ich tun soll, wie ich mich Verhalten soll. In mir kochen Emotionen hoch und ich reiße mich zusammen, nicht zu weinen. Dann merke ich seine Hand an meinem Kinn,  merke wie er es anhebt und ich ihm direkt in seine Augen sehe..  Er sieht mich an und sagt mit seiner warmen Stimme „Es ist ok“. Mir laufen die Tränen lautlos über die Wangen. Ich sehe ihn dabei an, Frage mich ob er meinen Schmerz fühlen kann. Er will mich in den Arm nehmen und ich lasse los.  Weine eine Ewigkeit,  höre sein Herz schlagen,  ruhig und stark an meinem Ohr, spüre seine Arme wie sie mich halten.  Sie halten mich bis ich mich beruhigt habe. 

Ich werde wach um zu realisieren, dass alles nur ein Traum war.  Ich möchte wieder Träumen.  

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Am Abend

Ist es am schlimmsten. Wenn auf der Straße wenig Autos fahren, die Nachbarn immer leiser werden, und die Grillen draußen musizieren.. 

Wenn alles still wird, ich mir die Stadt aus dem Gesicht gewaschen habe,  werden meine Gedanken laut. 

Abends.. Abends ist es am schlimmsten. Am Tag, hab ich genug zu tun, kann mich ablenken. Ich schiebe dich einfach zur Seite,  auch wenn du mich immer wieder ermahnst es nicht zu tun. Du bist bei mir, mir ganz nah, so nahe das es wehtut. Ich wünschte alles wäre anders. Ich wünschte du wärst nicht gegangen, hättest ein bisschen länger gewartet. Ich wünschte du hättest (mich) nicht aufgegeben. „Wahre devote“ , so nanntest du mich. Das sei in meinem Innern verborgen, und das dies selten ist. Wenn dem so wäre, warum ist es dann vorbei?  Warum lässt man denn etwas seltenes los? Ich Frage mich ob du jemals auch nur irgendwann, auch nur irgend etwas für mich empfunden hast. Denn während ich Zuhause sitze und jeden meiner Gedanken an dich verschenke,  sitzt du bei einem kalten Bier mit deinen Freunden beim Grillen und genießt dein Leben. Und auch wenn das jetzt egoistisch klingt, ich will das auch können! Loslassen, mein Leben genießen. Alles wirklich wahrnehmen können, ohne mir die Frage zu stellen ob das denn so überhaupt richtig ist. Ich kann dich nicht hassen, oder dich beschimpfen.  Ich wünschte ich könnte es, ganz ehrlich.  Denn das wäre einfach. 

Einfach zu sagen, dass du böse bist, oder ein schlechter Mensch. Aber das bist du nicht. Du hast versucht mir zu helfen, wenn auch auf andere Art und Weise.  Aber wirklich geholfen, hat es mir jetzt im nachhinein nicht.. Es ist schlimmer geworden. 

Überall und Nirgendwo.. 

Meine Gedanken sind nicht bei mir. Fliegen umher, und fange ich einen so zerfällt er.  

Ich schwebe zwischen schlechtem Gewissen und dem Drang dir zu schreiben. Dir zu sagen wie ich mich fühle und das ich dich vermisse. Immer mal wieder, jeden Tag.  Mir ist immernoch wichtig was du über mich denkst. Aber wir beide wissen das du es längst nicht mehr tust. Enttäuscht würdest du sein,schon alleine weil ich „Du“ schreibe. 

Vielleicht hast du einen Fehler gemacht, vielleicht habe ich nicht alles gegeben. Vielleicht war es richtig, vielleicht auch falsch. Vielleicht bin ich nicht das, was du in mir gesehen hast. Oder vielleicht bin ich es, nur nicht dazu bereit mich selbst und alles zu verlieren. Ich habe ja schon dich verloren,  und es fühlt sich an wie ein großer Verlust. Wie kommt es das ich nicht loslassen kann? Das ich immer wieder in deine Richtung gelenkt werde, je mehr ich versuche zu gehen..Ich habe dein Lächeln geliebt, doch scheinbar war mir meines wichtiger. 

Also doch blond? 

Nach dem Blondieren und dem überfärben in Haselnussbraun,  war ich der Annahme, dass es auch diese Farbe sein wird. Ein wenig heller vielleicht aber so wie es jetzt ist, ist es doch blond,  oder? 😂😂😂

Und als kleiner vergleich,  vor nichtmal zwei Wochen waren sie so dunkel… 

Wenn ich mir das so ansehe, würde ich sagen, dunkel sieht besser aus… 

Seine Stimme … 

Ich bin wohl doch noch nicht so weit wie ich dachte. Alltagstechnisch läuft es aber immer wieder erscheint seine Stimme in meinem Kopf die mich warnt etwas nicht zu tun.. 

So habe ich beschlossen nicht mehr länger dunkelbraune Haare zu haben. Saurer Abzug drauf und es wurde hellbraun.  Alles gut, keine Stimme. Und dann heute blondiere ich meine Haare, kein Gelbstich alles super.  Nur wollte ich die Ansätze ein wenig dunkler machen, damit wenn mein Ansatz rauskommt, das ganze kein Balken wird,sondern flüssig in einander verläuft.  Ich mixe also diese Haarfarbe zusammen (Haselnussbraun) und beginne. Und dann hab ich seine Stimme im Ohr „Du bist auf jedenfall ein dunkler Typ,  braun sieht besser aus als blond“..  Ich halte inne.. Warte einen Moment.  Ich schiebe die Stimme beiseite und fahre fort.  „Blond wirkt billig“ ,  höre ich ihn sagen…  Ich stoppe erneut.  „Du weißt ganz genau, das mir das nicht gefallen würde“…  Und ich denke „was tue ich hier eigentlich??“  

In ungefähr 10 Minuten werde ich meine Haare auswaschen.  Und sie werden Braun sein. Welch eine Schnappsidee!