“Wahre Devote“

… das habe ich nun schon öfter gehört. Aber ich komme nicht umhin mir die Frage zu stellen, was genau das wirklich ist. 

Ist nicht jede Frau, die etwas mit voller Hingabe tut devot? Devot auf ihre ganz eigene Art und Weise? 

Wer entscheidet das? 

Ich denke, jeder hat seine eigene Vorstellung, von “wahrer“ devotion. Was aber nicht bedeuten soll, dass die eine echter ist als die andere.

Ich fühle mich immer davon begleitet, oder geleitet? 

Aber ist das denn nun “echter“, als bei jemandem der einen Auslöser braucht? Weil er/sie sich ohne nicht lösen kann? Ein Stück devotion steckt in uns allen, schätze ich. Oder irre ich mich?

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Warum?

“Nicht jeder der Dominant ist, ist Sadistisch. Und nicht jeder der Devot ist, ist Masochistisch.“ 

Das sagte man mir und dem stimme ich zu. Jedoch frage ich mich, was passiert wenn man beides auf verschiedenen Ebenen ist und nicht in der Lage diese beiden zu verbinden? 

Ich bin masochistisch, jedoch gibt es zwei verschiedene Arten. Die eine ist spielerisch, lust gewinnend, nach mehr ächzend.

Die andere ist angst einflößend, schmerzhaft, Tränen in die Augen treibend, konsequent, gnadenlos.

Beides ist nicht schlimm, beides ist etwas, was ich nicht missen möchte. Vorallem letzteres. 

Jedoch bin ich nicht in der Lage, letzteres mit devotion in Verbindung zu bringen. 

Ich kann meine devotion überhaupt nicht mit sexuellen Akten in Verbindung bringen. Auch wenn das sehr wohl erwünscht ist. Aber es geht nicht. Es fühlt sich falsch an. Als sollte es dort nicht hingehören. Ich habe viele Artikel gelesen und sie alle gehen Hand in Hand, sie alle sagen dass sie es nur oder vorallem im Schlafzimmer sind. 

In meinem Kopf, ist devotion etwas intimes, mit tiefer Bindung zu einer Person. Es ist wunderschön und doch sehr zerbrechlich. Aber eben nie sexuell. Und das verstehe ich nicht. Warum es nur mir so geht. Warum ich beides nicht miteinander Verbinden kann. 

Hello again..

Ich war lange nicht online und habe demnach lange nichts geschrieben. 

Das liegt wohl daran dass ich Zeit brauchte um zu mir selbst zu finden. Mir die Frage zu stellen welche Wege die für mich die richtigen sind. Und ich bin zu einem Entschluss gekommen. Ich will glücklich sein! Und das nicht abhängig machen von jemandem, der mir sagt wann ich mich so zu fühlen habe. 

Ich habe meine Nummer geändert, alle Brücken in Flammen gesetzt und einfach war es nicht. Aber richtig. Denn ich beginne mich besser zu fühlen. Und mich selbst wieder zu fühlen. Kein kratzen in meinem Hirn, flashbacks ab und an aber keine mit denen ich nicht fertig werde. Und selbst wenn ich schwach werde, gibt es keinen Weg zurück. Er sagte immer ich sei nicht konsequent. Ich denke ich lerne es gerade. 

Die „eine“ Frage

Stelle ich mir eine Frage, lautet diese meist “was wäre wenn“.. 

Da ich aber an der Zeit nichts ändern kann und sie unaufgefordert einfach ihr Ding macht, sitze ich also hier und frage mich “was wäre wenn“.. Ich bin mir bewusst dass mich diese Frage nicht weiterbringen wird, denn das Ereignis hat in den meisten Fällen schon stattgefunden. Und doch versuche ich im Nachhinein etwas daran zu ändern, indem ich ganze Dialoge neu aufziehe, und mir so ein anderes Ergebnis sichere. Auch wenn es nur in meinem Kopf stattfindet. Und so handhabe ich mein Leben. Mit Spekulationen, über Situationen, die in 90% der Fälle doch anders ausgehen als gedacht. Und ich Frage mich warum ich das tue. Warum ich freiwillig und absichtlich, worst case Szenarien heraufbeschwöre. Vielleicht um auf das schlimmste vorbereitet zu sein. Eine Art von Kontrolle über unkontrollierbare Situationen zu haben. Ich weiß dass das nicht zusammen passt.  Denn ich muss begreifen dass ich das Leben nicht kontrollieren kann. Das immer Dinge passieren werden, und es nicht an mir ist, diese zu ändern. Ich kann kontrollieren wie ich reagiere, ob ich laufe oder gehe. Ob ich sitze oder stehe. Und ich kann entscheiden in welche Richtung ich gehe. Kampf oder Kapitulation. Aber den Weg an sich, die Hürden, Berge und Täler, die kann ich nicht kontrolliert meistern. Und straucheln, stolpern oder gar fallen vermeiden. Ich muss fallen um den Schmerz zu fühlen. Muss fallen um wieder aufzustehen. Ich muss stolpern um mich vorsichtiger umzusehen. Und das Ziel darf ich auch kurz aus den Augen verlieren, mich selbst verlieren, damit sich alles am Ende wieder zusammenfügt. Ich zu einer ganzen Person werde. Unvollkommen, vollkommen. Mit Macken und Schrammen und Fehlern. Denn am Ende meiner Reise, muss ich mich nicht mehr Fragen “Was wäre wenn (…)“ weil alles so geworden ist, wie es sein sollte. Weil  das der Weg des Lebens ist (schätze ich). 

Was wäre wenn.. 

Ich einfach mal aufhöre daran zu denken was Morgen passieren könnte. 

Was wäre wenn, ich den Dingen einfach ihren Lauf lassen würde, ohne mich dagegen zu wehren. 

Wenn, ich einfach mal nicht darüber nachdenke was Theoretisch passieren könnte, sondern einfach praktisch ins kalte Wasser springe. 

Ohne zu wissen. Ohne zu vermuten. Ohne nachzudenken und jedes winzig kleine Teil zu sezieren.  Mir Fragen zu stellen  dessen Antwort ich nicht kenne. Und nie kennen werde.  

Sterbe ich Morgen? Keine Ahnung, warscheinlich nicht. Aber ich stelle es mir vor, um darauf vorbereitet zu sein. 

Ist das Gemüse wirklich sauber? Warscheinlich nicht  auch wenn ich es 100 mal abwasche. 

Fällt das Kind  wenn es da hoch klettert? Ganz bestimmt aber was soll ich tun, sie vor allen Gerüsten dieser Welt schützen, weil ich Angst habe sie könnte sich etwas brechen? Sie denkt sicher nicht darüber nach. Wie sie dort oben steht, Stolz erfüllt, weil sie es geschafft hat. Während ich unten stehe, angsterfüllt und sie jeden Moment fallen sehe. Mir Szenarien durch den Kopf sausen, ich ein blutendes Kind vor mir liegen sehe, während sie mutig wie sie ist einfach springt.  Wie sie grinst als sie auf der Matte landet und ich erleichtert aufatme. Bis sie brüllt „nochmal“ Und ich nochmal alles durchgehe was passieren kann, um vorbereitet zu sein. 

Woher kommt dieses Verlangen nach Kontrolle? Ich kann das Leben nicht kontrollieren.  Ich kann mein Essverhalten kontrollieren aber nicht wann ich pinkeln muss. 

Ich kann entscheiden ob ich ein Kleid trage aber nicht ob es in strömen regnet. 

Ich rege mich auf über Dinge die ich nicht kontrollieren kann. 

Meine Gedanken zum beispiel.  Ich kann nicht kontrollieren wann ich denke, ich tue es einfach. Und wenn ich es nicht will, passiert es erst recht. 

Ich will einfach nicht mehr! 

Mir Gedanken machen  ob ich Morgen krank bin, mein Leben ein Ende findet auf spontane mysteriöse Weise.  Ob ich jemals glücklich sein werde. Ob ich so wie ich bin, in Ordnung bin. 

Was wäre wenn ich nicht mehr denken würde.. 

Wäre das nicht schön? 

Sie.. 

Ich trage diese Maske.. Schon mein Leben lang.  Ich bin groß und selbstbewusst. Ich gehe starken Schrittes, keine Ahnung in welche Richtung aber ich gehe. Ich bin immer lustig, wissen Sie?  Ich weine nie vor anderen oder habe schlechte Laune. Ich höre immer zu und erteile Ratschläge. Ich habe immer was zu sagen. Denn Stille mag ich nicht. Ich lache immer, oft und viel. Denn ich will sympathisch erscheinen.. Nicht „sie“  zu sein, ist hierbei entscheidend. 


Ich habe sie eingesperrt, halte sie in meinem Innern gefangen. Ich will sie schützen, denn ich weiß dass sie kostbar ist, zerbrechlich.  Sie möchte raus, ist traurig dass ich sie nicht lasse. Bestehend aus Leere und Tränen, bringt sie mich zum weinen. Immer wieder, wenn die Maske die ich trage, droht zu fallen.
Sie ist wunderschön wissen Sie?  Sie ist ehrlich und rein. Rein von dem Schmutz der Maske, der Hure die ich trage/scheine zu sein. Auch wenn diese ihr übel mitspielt, so bleibt sie dennoch und verschwindet nie.. Sie macht mir Angst, weil sie keine Grenzen kennt und strikte Befehle mit einem Handkuss entgegen nimmt. 
Sie verachtet die Hure,  versucht sie wegzuschneiden. Doch egal wie viel sie drückt, und zieht… Es ist als seien sie eins.  Unzertrennlich, als könne das eine nicht ohne das andere Leben. Das wenn die eine stirbt, die andere mitgeht. 
Ich habe eine Maske erschaffen, durch Einflüsse anderer, die mir sagten, dass ich so wie ich bin, nicht akzeptabel bin. 

Denn „Du MUSST dich austoben/dein Leben leben“, mein Leben so leben wie es andere glücklich macht. 

Denn „Du MUSST nicht ehrlich sein“, lügen ist okay um weiter zu kommen. 

Denn “ Du wirst akzeptiert so wie Du bist “ solange es im Rahmen der Gesellschaft ist. 

Denn „deinen Platz musst Du finden“, den ich dir zeige. Den hast Du zu gehen, und wenn ich sage 100 Meilen, dann läufst Du 100 Meilen. 

Denn „Ich bin glücklich, wenn Du es bist“, glücklich wenn Du dich nicht veränderst oder aus dem Rahmen fällst. Denn sonst sage ich „So bist Du doch garnicht“ und das musst Du so akzeptieren,  denn wer kennt dich besser als ich?  

So trage ich meine Maske und gehe den mir vorgegebenen Weg. Ich bin traurig und zerstöre mich für diejenigen, die blind sind für mein wahres ich. 


Ich weiß nicht wie lange ich die Maske noch tragen kann, die mich nur beschützen sollte. Die dann aber überhand nahm und mich zerstörte.Ich weiß nicht wie oft ich noch fallen kann, bis ich es nicht mehr schaffe aufzustehen. Frage mich manchmal warum ich überhaupt noch stehe.

Es ist okay.

Nicht alles was ich loslasse, ist ein Verlust. 

Nicht alles was ich anfasse geht kaputt.  

Und nicht alles was ich denke, wird auch so passieren.  

Ich habe ein Buch vor mir, dessen letzte Kapitel ich fleißig studiere um beim schreiben neuer Kapitel nicht die selben Fehler zu begehen. 

Ich kann nicht alles beeinflussen und das ist okay. 

Werde vor Mauern stehen, die vielleicht nicht nur ich, sondern auch andere gebaut haben.. Ich könnte unter Umständen drüberklettern. Aber dadurch würden sie nicht verschwinden. Ich reiße sie einfach nieder und liege lachend in den Trümmern.  

Denn ich will etwas ändern und fange einfach an. Und es ist okay neu anzufangen. 

Abendgedanken

Ich erwarte das Absolute.  

Das ungreifbare, perfekte, vollkommene. Und stoße mir meinen Kopf immer wieder an der Realität.  

Ich halte Ausschau nach dem perfekten und meine ich es gefunden zu haben, weil es auf den ersten Blick so aussieht,  so erkenne ich Dellen und Beulen und will es nicht mehr. 

Ich suche das Vollkommene. Das was mich ausfüllt und jede Zelle meines Herzens mit Glück erfüllt, meinen Geist zum jauchzen bringt und mich… vollkommen macht. 

Ich taste nach dem ungreifbaren.. Einem Gefühl, das mich, mich selbst spüren lässt, und dies durch ihn. 

Ich sehne nach dem Absoluten. Wo es keine Ausreden mehr gibt, keine Zeit und keine Fehler. Wo ich einfach ich sein darf. Mein Inneres nach aussen kehre und jeder es sehen kann. Frei von Ängsten und Sorgen. 


Das Leben ist alles,  nur leider nicht das. Ausgetauscht werden ist leicht, ein besseres Modell zu finden, eines mit weniger Fehlern und Macken. 

Ich suche das Vollkommene, weil ich selbst nicht vollkommen bin. Ich erwarte Dinge, die ich selbst nicht erfüllen kann.  Hoffe auf ein Wunder, welches mich ganz weit weg von mir selbst bringt und mich doch zu mir führt.  Das klingt verrückt,  nicht wahr? 

No excuses..

Ich schreibe immer dann wenn es mir nicht gut geht. Immer dann wenn ich wütend bin, oder traurig. Und somit sind dann auch meine Worte dementsprechend hasserfüllter als sie eigentlich sein sollten. Ich habe in meinem Leben schon viele Fehler gemacht und sage nur zu oft das „er“ der größte war. Denn was ist einfacher als ihm die Schuld an allem zu geben… Genau nichts! Die Augen zu öffnen und die Wahrheit zu sagen, erfordert mehr als nur kurz durchzuatmen. 

Er nannte mich eine Hure.  Nicht weil ich mich für Geld ausgezogen habe,  sondern weil ich es für Aufmerksamkeit tat.. Weil Nähe für mich ganz lange Sex bedeutete. Weil ich es nicht anders kannte. 

Er nannte mich fett. Nicht weil ich 100+ Kilo wiege, sondern weil zu viel fett an mir ist. Also man kann auch fett sein, wenn man keine 100 Kilo wiegt. Und ich bin es. 

Er nannte mich hässlich. Wir reden von meinem Körper und der ist es wirklich. Nicht angezogen aber nackt kaum ertragbar. Mein Gesicht ist durchschnittlich. 

Ich habe sehr früh (mit 20)  ein Kind bekommen und nie eine Ausbildung gemacht, habe bis dato immer in der  Gastronomie gearbeitet. Ich bin alleinerziehend und hatte in meinem Leben nie einen Anker gehabt, weil einfach alle irgendwann gehen, oder ich gegangen bin. 

Das klingt jetzt nach „mimimi…. Ich arme..“ , soll es garnicht..Ich will auch kein mitleid, sondern einfach richtig stellen was ich selbst verbockt habe. 
Ich beschreibe ihn immer als durchgehend schlecht, das ist meine Art, wenn ich verlassen, verletzt oder mich selbst verarschen möchte. Er war der, der da war und zwar als es mir sehr schlecht ging.. Er half mir, mir selbst näher zu kommen und weg von dem was andere gerne sehen wollten. Denn ich war schon immer anders, konnte das aber nicht akzeptieren. Er öffnete mir die Augen und zeigte mir Dinge für die ich zuvor blind war. Er ging nicht einfach,  ich habe dazu beigetragen dass es endete.. Wenn einer sich kümmert und es dem anderen nicht so wichtig ist dann ist die logische Konsequenz das es zum Scheitern verurteilt ist. Ich hätte mehr geben können, mehr Vertrauen sollen… Aber alles was ich sah, war ich. Ich vor Trümmern und ich versuchte dieses Leben zusammen zu halten, krampfhaft an dem festzuhalten was ich Leben nannte. Ich sah nur die Regeln und nicht den Sinn dahinter. Sah nur mich. Er ist in dieser Geschichte nicht der böse, sondern einfach nur ein Herr der mir helfen wollte. Der mir mehrere Chancen gab, mich selbst zu bessern und ich habe ihn weggestoßen. Immer dann wenn er mir zu nah kam. Denn ich empfand es als zu gefährlich jemandem alles zu geben. Er ist kein manipulierender Mistkerl, der mich einfach nur unterdrücken wollte.. Ich bin die manipulative, die sich selbst manipuliert um Wahrheiten nicht ins Gesicht sehen zu müssen. Weil einfach eben einfach ist! 

Ich habe ihm unrecht getan mit allem was ich sagte und will das richtig stellen. Das war nicht fair dass ich den, dem ich alles verdanke, durch den Dreck ziehe, damit ich mich selbst besser fühle.